Finn Flügel wird Vize-Weltmeister im Big Air Hydrofoil

Größtes Kitesurf-Event der Welt geht mit stimmungsvoller Schlusszeremonie auf Sylt zu Ende

Sechs Tage Spitzensport und vier Weltmeistertitel beim Defender GKA Kite-Surf World Cup auf Sylt – Deutsche Kiterinnen und Kiter in der Weltspitze angelangt – Über 100.000 Besucher auf der Promenade in Westerland verfolgten das Geschehen

 Am letzten Tag des Defender GKA Kite-Surf World Cups war noch einmal alles für ein großes Finale gerichtet. Als letzte Entscheidung stand der Weltmeistertitel im Big Air Hydrofoil der Männer auf dem Programm – mit zweifacher deutscher Beteiligung.

Insbesondere der 17-jährige Finn Flügel hatte sich Chancen auf den Titel ausgerechnet. Doch der ganz große Wurf ist ihm leider nicht gelungen. Wie im letzten Jahr wurde Flügel, der in Ägypten lebt und in Hof in Bayern geboren wurde, Vize-Weltmeister in der Kitesurf-Disziplin Big Air Hydrofoil. In einem packenden Finale musste er sich am Ende dem amtierenden Weltmeister Hugo Wigglesworth (NZL) geschlagen geben, der seinen Titel beeindruckend verteidigte. Dritter wurde der für Spanien startende Lorenzo Casati vor einem weiteren deutschen Nachwuchstalent, Marten Koblischke (17 Jahre, Borkum), der seine starke Woche mit der Finalteilnahme krönte.

Finn Flügel kam zunächst nicht gut in das Finale am Brandenburger Strand in Westerland. Seine ersten beiden Sprünge misslangen dem Ausnahmetalent, der über die Woche wenig Schwächen gezeigt hatte. Doch dann kam er besser in den Wettkampf und schob sich auf Rang zwei vor. Im letzten Versuch gab er noch einmal alles, aber in diesem Jahr sollte es zum Weltmeistertitel noch nicht reichen. „Ich hätte den Titel gerne nach Haus geholt, leider hat es nur für den zweiten Platz gereicht, da ich nicht meine beste Leistung abrufen konnte. Sylt ist ein spezieller Ort für mich. Hier habe ich angefangen zu Kiten und ich freue mich schon darauf, stärker zurückzukommen“, verspricht Flügel.

 Damit endete eine Wettkampfwoche auf Sylt, die beste Werbung für den Kite Sport war.

In der Disziplin Kite-Surf konnte die amtierende Weltmeisterin Capucine Delannoy (FRA) ihren Titel verteidigen. Für die „Königin von Sylt“ war es der fünfte Titel auf Sylt und der dritte WM-Titel in Folge.  Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Die 20-jährige Kaya Lehmann sicherte sich im Finale um Platz drei einen Platz auf dem Siegertreppchen und beendet somit die Saison als WM-Dritte. Lehmann, die in Kopenhagen lebt, war im letzten Jahr fünfte auf Sylt geworden und konnte in diesem Jahr noch einen drauflegen.

Kite Surf Weltmeistertitel der Herren ging an den 27-jährigen James Carew aus Australien, der sich mit seinem Sieg auf Sylt zum Weltmeister in der Königsdisziplin des Kitesurfens krönte. Der 21-jährige Keanu Merten (in Saarbrücken geboren) erreicht das Viertelfinale. Alexander Middeler (Lübeck) wurde siebter.

Im Big Air Hydrofoil der Frauen verteidigte Andrea Zust aus der Schweitz ihren Weltmeistertitel.

Alle Weltmeister wurden heute bei der großen Schlusszeremonie auf der Eventbühne am Brandenburger Strand noch einmal ausgiebig gefeiert. Veranstalter und Geschäftsführer der Agentur MMP, Christian Okon, zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltungswoche: „Die Zuschauerinnen und Zuschauer konnten in dieser Eventwoche Kitesurfen der Extraklasse erleben. Besonders freut uns, dass die deutschen Nachwuchstalente in dieser dynamischen Trendsportart in der Weltspitze angekommen sind. Kitesurfen und Sylt passen einfach perfekt zusammen – die einzigartigen Bedingungen der Nordseeinsel bieten dafür die ideale Bühne,“ sagt Okon.

Insgesamt kämpften mehr als 50 Rider aus 23 Nationen am Brandenburger Strand um 40.000 Euro Preisgeld und vier Weltmeistertitel. Der einzige deutsche World-Cup-Stopp der GKA Kite-Surf World Tour vereinte dabei zwei spektakuläre Disziplinen: Kite-Surf und Big Air Hydrofoil, jeweils für Männer und Frauen. Während beim Kite-Surfen die Kombination aus Wellen, Wind und Tricks entscheidet, geht es beim Big Air Hydrofoil um maximale Höhe, spektakuläre Manöver und perfekte Kontrolle.

Über 100.000 Besucherinnen und Besucher konnten sechs Tage lang die besten Kitesurferinnen und Kitesurfer der Welt erleben. Ein buntes Event- und Rahmenprogramm – auf über 500 Metern der Westerländer Promenade – rundeten das Sportevent ab.

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